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Behandlungsfelder bei Erwachsenen

Neurologisch bedingte Sprachstörungen (Aphasien):

Eine Aphasie ist eine erworbene, neurologisch bedingte Sprachstörung. Diese kann aufgrund einer Hirnschädigung, bedingt durch einen Schlaganfall, Traumen, Tumoren oder Thrombosen auftreten. Eine Aphasie kann sich auf verschiedene Arten und Weisen äußern. Häufig sind die Sprachproduktion, die Wortfindung, sowie die Schriftsprache betroffen.

Neurologisch bedingte Sprechstörungen (Dysarthrie/ Dysarthrophonie)

Dysarthrien/Dysarthrophonien können durch Erkrankungen des zentralen Nervensystems entstehen. Ursachen dafür können z.B. Morbus Parkinson, Multiple Sklerose oder Tumoren sein. 

Eine Dysarthrie/Dysarthrophonie äußert sich in einem erschwerten Sprechablauf. Gestört ist hierbei die motorische Innervation der Sprech-/Stimmmuskulatur. Die Artikulation ist oft verwaschen, die Stimmgebung geschwächt.

Gesichtslähmungen (Fazialisparesen)
Als Fazialisparesen werden Lähmungen der mimischen Gesichtsmuskulatur (innerviert durch den Nervus facialis) bezeichnet. Betroffen sind die Bewegungen der Lippen, das Schließen der Augen und das Rümpfen der Nase. In 75% der Fälle ist die Ursache der Fazialisparese unbekannt.

Schluckstörungen (Dysphagie)

Als Dysphagie bezeichnet man die Störung des Schluckaktes während des Trinkens, des Essens und beim Speichelschluck. Als Symptome treten häufig ein vermehrtes Husten während der Nahrungsaufnahme, ein erschwertes Schlucken oder auch ein Kloßgefühl im Hals auf. Folge einer nicht erkannten Schluckstörung kann eine Aspirationspneumonie (Lungenentzündung) sein. Ca. 45% der über 75-jährigen leiden an einer Dysphagie.



Funktionelle Stimmstörungen (funktionelle Dysphonie)
Bei einer funktionellen Stimmstörung ist die Funktion der an der Stimmgebung beteiligten Muskeln eingeschränkt. Die Stimmlippen werden hierbei entweder überlastet, oder zu schwach benutzt, sodass die Stimmgebung nicht physiologisch ist. Die Lautstärke, Tonhöhe und die Klangfarbe können nur vermindert variiert werden.

Organische Stimmstörungen (organische Dysphonie)
Bei organischen Stimmstörungen liegen Schädigungen an den Stimmlippen oder am Kehlkopf vor. Ursachen können Kehlkopfentzündungen (Laryngitis), Stimmlippenknötchen, Reinke-Ödeme, Stimmlippenpolypen, Stimmlippenzysten, oder auch Stimmlippenlähmungen ( Recurrens-Parese, z.B. nach Schilddrüsen-OP) sein.

Psychogene Stimmstörungen (psychogene Dysphonie)

Für eine psychogene Stimmstörung ist die Ursache häufig unbekannt. Die Stimme der Patienten wird oft „wie über Nacht“ heiser, oder sie ist völlig weg. Diese Art der Stimmstörung kann durch Stress oder andere psychisch belastende Faktoren ausgelöst werden.

Transsexualität
Stimmanpassung an das Geschlecht bei Transsexualität